Deutscher Sportwettenverband setzt auf neue Aufsichtsbehörde

DSWV Spielregeln

Berlin. Der Deutsche Sportwettenverband wünscht der neuen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) einen erfolgreichen Start in eine neue Ära der Glücksspielregulierung. Die wirksame Bekämpfung illegalen Online-Glücksspiels ist eines der Hauptziele des Glücksspielstaatsvertrags 2021 und ein wichtiges Anliegen für die lizenzierten Sportwettenanbieter.

DSWV-Präsident Mathias Dahms hofft daher, dass die Arbeit der GGL zeitnah Früchte tragen wird:

„Die Übernahme der Aufgabe der Bekämpfung des illegalen Markts durch die neue Glücksspielbehörde der Länder ist ein Meilenstein für den deutschen Glücksspielmarkt. Die GGL steht nun vor großen Herausforderungen und wir hoffen, dass sie diese auch bewältigen wird. Der unregulierte Schwarzmarkt hat in den letzten Jahren praktisch ungehindert ein gigantisches Ausmaß annehmen können. Die GGL muss daher jetzt einschreiten und schnellstmöglich einen fairen Markt schaffen.“

Im Rahmen seiner jüngsten Marktstudie hat der DSWV besorgniserregende Erkenntnisse gesammelt. Während insgesamt 36 Unternehmen in Deutschland über eine Lizenz für Online-Sportwetten verfügen, tummeln sich auch ein Jahr nach Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags hunderte weitere Wettbewerber ohne Lizenz – und damit in der Regel ohne die nötigen Spielerschutz-Vorkehrungen – am Online-Markt.

Insgesamt konnte der DSWV im Rahmen der Studie 507 in Deutschland illegale Webseiten mit Online-Glücksspielen identifizieren. Auf 405 davon ist eine Registrierung aus Deutschland problemlos möglich. Doch selbst diese Zahlen sind nur die Spitze des Eisbergs. Das tatsächliche Volumen des Schwarzmarkts ist kaum einzuschätzen. Deutlich ist jedoch, dass die Anbieter ohne Lizenz ihren Marktanteil stetig vergrößern, weil sie auch völlig ungehindert im Internet werben können.

Die GGL plant, dem Schwarzmarkt insbesondere mit Tools wie IP- und Payment-Blocking entgegenzutreten. Nach Ansicht des DSWV ist es jedoch ebenso wichtig, ein für Spieler attraktives legales Angebot zu schaffen. Dahms führt aus:

„Das Ziel aller Beteiligten sollte sein, einen sicheren und für Kunden interessanten Markt zu schaffen. Die GGL muss daher dafür Sorge tragen, dass die Lizenznehmer ihren Kunden im legalen Markt attraktive Produkte anbieten können. Durch wirksames Vorgehen gegen illegale Anbieter und ein attraktives Produktangebot im legalen Markt kann die zunehmende Abwanderung von Spielern in den unregulierten Schwarzmarkt tatsächlich gestoppt werden.“

Der Erfolg der GGL wird letztendlich daran gemessen, ob das Ziel einer hohen Kanalisierungsrate erreicht wird. Dies ist der Anteil des legalen Markts am Gesamtmarkt. Der DSVW wird die Behörde auch weiterhin im Rahmen des konstruktiven Austauschs bei ihrer Arbeit unterstützen.